e-Commerce mit dem offenen Datenpool
von www.euroBAU.com - Februar 2002

In Frage kommende Datenformate (beispielhaft):

PRICAT:
Derzeit von sechs führenden Baustofferzeugern im Arge Datenpool favorisiertes Datenformat. Sehr leistungsfähig aufgrund einer Vielzahl von Einzelfeldern. Kompatibel zu verschiedenen EDIFACT-Systemen. Nachteile: Hohe Implementationskosten bei jedem einzelnen Baustofferzeuger und Baustoffhändler, die Leistungsfähigkeit des Formates kann aus heutiger Sicht von den Betrieben nur unzureichend ausgenutzt werden.

XML:
Wird seit 1998 regelmäßig als Ideallösung für alle Fragen des zwischenbetrieblichen Datenaustausches beschworen, konnte sich jedoch trotz allem - insbesondere im Bauwesen - bisher nicht flächendeckend durchsetzen.
In Österreich ist derzeit kein standardisiertes, baubezogenes XML-Format verfügbar, ausserdem stehen die hohen Implementationskosten dieses entwicklungsintensiven Formates sowie die besonders großen entstehenden Datenmengen einer schnellen Verbreitung im Wege.

BMECAT:
Die bauspezifische XML-Variante BMECAT (Fraunhofer Institut) wird derzeit in Deutschland intensiv geprüft, die Markteinführung in der deutschen Bauwirtschaft erweist sich aber bisher aufgrund der Konkurrenzsituation mit einem marktführenden deutschen Medienhaus als schwierig. Auf die österreichische Situation ist BMECAT bislang kaum angepasst.

DATANORM:
Dieses aus dem Sanitärbereich kommende Format erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit und wird auch von einigen Warenwirtschaftssystemen und Herstellern (z.B. Artweger) befriedigend unterstützt. Dennoch erscheint Datanorm aus verschiedenen Gründen für eine kosteneffiziente Preiswartung nur unzureichend geeignet.

Flaches CSV-Format:
Als Alternative zu den vorgenannten Formaten wurde ein einfach implementierbares, flaches Tabellenformat mit "Character Seperated Values" (CSV) - oder alternativ auch mit fixen Feldlängen - vorgeschlagen. Ein derartiges Format hat den Vorteil, dass es mit geringen Kosten möglich ist, Filtersysteme zum Datentausch mit allen denkbaren Warenwirtschaftssystemen zu entwickeln. Weiters kann ein derartiges Format unter bestimmten Voraussetzungen alle erforderlichen Funktionen zur halbautomatischen Preisdatenwartung (entsprechend obiger Zielsetzung) zu geringstmöglichen geringstmöglichen Kosten und vor allem auch mit sehr geringen Datenübertragungsmengen bereitstellen.

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