Im 1969 errichteten Bischöflichen Studentenwohnheim in Innsbruck herrschte bis zu seinem Abriss 2004 strenge Geschlechtertrennung – abgerissen wurde das Gebäude allerdings wegen seiner Baumängel. Das Architekturbüro Wiesflecker errichtete dafür an gleicher Stelle ein neues, zeitgemäßes „Bischof-Paulus-Heim“. Die Anlage greift den quadratischen Grundriss der benachbarten Pfarrkirche Petrus Canisius von Horst Parson auf und besteht aus zwei in der Grundform quadratischen Baukörpern – der eine ist klar ausgeprägt, der andere „seziert“. Damit führt Wiesflecker das städtebauliche Muster fort: Die Gebäude verbinden das angrenzende Wohngebiet mit dem Ufer des Inns. Um eine durchlässige Zone zum Fluss zu schaffen, ließ der Architekt die Baukörper anheben und auf v-förmige Stützen stellen.
Gen Norden und Süden öffnen sich die Gebäude mit Fensterbändern aus Holz und Glas, umrahmt von den Ost-West-Fronten aus Sichtbeton. Durchgehende Balkone ermöglichen den Studenten den Blick auf Stadt und Flusslandschaft. Nur neun Meter von einander entfernt stehen die beiden Quader, verbunden sind sie durch ein komplett verglastes Foyer. Beim kleineren Baukörper schiebt sich als auffälliges Fassadenelement das mit Stahlblech verkleidete Treppenhaus nach außen. Damit erinnert die Treppe ein wenig an das Centre Pompidou in Paris.
Im Gegensatz zum Vorgänger-Heim, in dem die Zimmer eher klein, die Gemeinschaftsräume dagegen sehr großzügig ausgelegt waren, sind heute geräumige Zimmer entstanden, zulasten der Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche. Hier spiegelt sich die zunehmende Verlagerung der Kommunikation ins Internet sowie ein verändertes Sozialverhalten der Studenten wider. 87 großzügige Zimmer mit je ca. 20 m² Fläche, Balkon, Dusche und WC sind so entstanden.
Je bis zu 12 Zimmer bilden eine Wohneinheit und teilen sich eine frei stehende Gemeinschaftsküche und Aufenthaltsbereiche. Die Gemeinschaftszonen sind in grob verarbeitetem Sichtbeton gehalten, in Kombination mit einer Küchenzeile in Anthrazit und einem dunkelgrauen Linoleumboden. Damit bieten die Räumlichkeiten einen dezenten Hintergrund für das farbenfrohe Studentenleben, das die jungen Menschen ganz automatisch in ihre neue Heimat tragen.
Die Zimmer sind ebenfalls charakterisiert durch Sichtbeton, diesmal in Kombination mit Holz an den Fensterfronten. Auch hier entschieden sich die Architekten bewusst für den natürlichen Bodenbelag in einer dezenten Farbe: DLW Linoleum Linoart Star in galaxy grey. Mit über 80 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen, wie Baumharzen, Kork, Holzmehl, Kalkstein, Jute und Leinöl, ist Linoleum vorbildlich ressourcenschonend. Für seine Umweltfreundlichkeit wurde DLW Linoleum unter anderem mit dem blauen Engel ausgezeichnet und dem österreichischen Umweltzertifikat. Darüber hinaus ist Linoleum auch äußerst langlebig, hygienisch und leicht zu reinigen, weshalb sich der Einsatz im Wohnheim empfahl.
In den Bädern wurden wasserdichte Spezialbeläge verlegt: DLW Vinyl Wetroom, ebenfalls von Armstrong. Das Komplettsystem Waterelite, mit dem sich bei Bedarf auch Wände gestalten lassen, ist rutschsicher selbst im Barfußbereich, hygienisch und geeignet für alle Feuchträume. Die leicht marmorierte Anthrazit-Optik passte zudem perfekt zur Bodengestaltung der angrenzenden Räume.
Weitere Informationen zu den Bodenbelägen von Armstrong erhalten Interessierte auch im Internet unter www.armstrong.de oder per E-Mail an service_germany@armstrong.com.
e-Mail: service_germany@armstrong.com